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	<title>Weltensehen's Weblog</title>
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		<title>Weltensehen's Weblog</title>
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		<title>Am Ende steht hoffentlich eine neue&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 16:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weltensehen</dc:creator>
				<category><![CDATA[2,3 Heimat]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; Reise! Liebe Leser, wir sind längst wieder in Deutschland! Aber auch wenn wir uns in der Heimat gelegentlich wie verreist vorkommen, behalten wir unser Kopfschütteln jetzt erstmal für uns. Schließlich weiß man nie, wer das hier alles so liest.. Reisezeichnungen findet Ihr unter www.linienfahrten.net. Kann man übrigens auch kaufen! Viel Spaß beim Stöbern in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=573&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; Reise!</p>
<p>Liebe Leser, wir sind längst wieder in Deutschland! Aber auch wenn wir uns in der Heimat gelegentlich wie verreist vorkommen, behalten wir unser Kopfschütteln jetzt erstmal für uns. Schließlich weiß man nie, wer das hier alles so liest..</p>
<p>Reisezeichnungen findet Ihr unter <a href="http://www.linienfahrten.net">www.linienfahrten.net</a>. Kann man übrigens auch kaufen! Viel Spaß beim Stöbern in unseren alten Reisegeschichten wünschen Euch Eure<br />
Katrin und Stanislaus</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/weltensehen.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/weltensehen.wordpress.com/573/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/weltensehen.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/weltensehen.wordpress.com/573/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/weltensehen.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/weltensehen.wordpress.com/573/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/weltensehen.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/weltensehen.wordpress.com/573/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/weltensehen.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/weltensehen.wordpress.com/573/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/weltensehen.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/weltensehen.wordpress.com/573/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/weltensehen.wordpress.com/573/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/weltensehen.wordpress.com/573/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=573&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Heimkehr</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 15:59:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weltensehen</dc:creator>
				<category><![CDATA[2,3 Heimat]]></category>

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		<description><![CDATA[7.-13.1. (Katrin und Stanislaus) Noch einmal gehen wir am Morgen an den Strand, geniessen die Waerme, den heissen Sand, das eiskalte Wasser des Atlantik, das wunderbare, gleissend klare Licht der Stadt und versuchen, wie eigentlich schon seit Tagen, innerlich Abschied zu nehmen von unserer langen Reise, es gelingt nicht. Am spaeten Nachmittag heben wir mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=562&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>7.-13.1.<br />
(Katrin und Stanislaus) Noch einmal gehen wir am Morgen an den Strand, geniessen die Waerme, den heissen Sand, das eiskalte Wasser des Atlantik, das wunderbare, gleissend klare Licht der Stadt und versuchen, wie eigentlich schon seit Tagen, innerlich Abschied zu nehmen von unserer langen Reise, es gelingt nicht.</p>
<p>Am spaeten Nachmittag heben wir mit ab, in jedem Sitz ein Display, 600 Filme, 30 Videospiele, 50 Musiksender. Beim Landeanflug auf Dubai liegt die Stadt im Daemmerlicht unter uns, auf den Strassen schiebt sich in endlosen Lichterschlangen der Berufsverkehr. Die Zeit bis zum Weiterflug verbringen wir &#8222;Chez Paul&#8220; unter kuenstlichen Baeumen, auf denen echte Voegel unter dem Glasdach der Wartehalle zwitschern und ein Kaffee 6 Dollar kostet. Ein junger Bayer erzaehlt, er habe nun drei Wochen &#8222;Afrika gemacht&#8220; und sich &#8222;Souveniers ohne Ende geholt&#8220; und schmerzlich werden wir uns der Naehe zur Heimat bewusst und der Tatsache, dass es da zwar selten fremd, aber durchaus befremdlich sein kann.</p>
<p>Doch erst als der Bordfernseher im Anschlussflug nach Frankfurt nicht mehr mit einem kleinen Pfeil die Richtung der Kaaba anzeigt, damit das Mittagsgebet ordnungsgemaess erfolgen kann (was bei unserem kurvigen Flug allerdings ein gewisses Mass an Aufmerksamkeit und Sportivitaet erfordert), stattdessen zu erkennen gibt, dass wir Bayreuth ueberfliegen, wird die Heimkehr fuer uns real.<br />
Bei aller Traurigkeit: Eine weiss gezuckerte Landschaft, Sonnenschein und strahlend blauer Himmel, klares, kaltes, frostiges Wetter, wenn schon zurueckgekehrt werden muss, dann so.</p>
<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1110605.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1110605.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p1110605" title="k1024_p1110605" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-565" /></a>Zu Hause empfangen uns die besten Freunde, die man sich wuenschen kann, mit Musik, Kuchen und einer warmen Wohnung. Noch zwei Tage leben wir aus den Rucksaecken, misten unsere uebervollen Schraenke aus, sitzen in der Kueche herum, weil uns die Menge der Dinge voellig ueberfordert und warten, dass unsere Seelen ankommen, die haengen aber noch irgendwo zwischen Mubi und Lagos herum, es geht ihnen dort gut.</p>
<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1110603.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1110603.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p1110603" title="k1024_p1110603" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-564" /></a>Der erste Arbeitstag ist verwirrend und furchtbar anstrengend, ich habe meine Routine verloren, sehne mich nach Rucksack und Hotel. Am Dienstag gehen wir zum Mittagessen in unser altes Gmuender Stammlokal &#8222;Zu den drei Koenigen&#8220;. Die Damenrunde sitzt mit frisch gemachtem Haar bei Kaffee und Kuchen genauso, wie wir sie im Juli verliessen und ein Apfelschorle kostet noch immer einen Euro. Wir zaehlen unsere letzten Muenzen, denn die Plastikkarten, die uns in aller Herren Laender Geld verschafft haben, werden in der Heimat von den Automaten veraechtlich wieder ausgespuckt: Auf den Pfennig reicht unsere Barschaft fuer Linsen, Spaetzle und Apfelschorle und als es ans Bezahlen geht, sieht die alte Kellnerin unseren leeren Geldbeutel und bietet uns an: &#8222;Wenn sie noch ebbes Geld brauchet, behaltet Sie ruhig was! So gut kennet wir ons doch!&#8220; Auf die Tageskarte hatte die Wirtin ein Zitat von Kokokscha gedruckt: &#8220; Wer noch staunen kann, der wird auf Schritt und Tritt belohnt.&#8220;<br />
Manches ist auch schoen, hier, zu Hause.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/weltensehen.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/weltensehen.wordpress.com/562/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/weltensehen.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/weltensehen.wordpress.com/562/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/weltensehen.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/weltensehen.wordpress.com/562/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/weltensehen.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/weltensehen.wordpress.com/562/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/weltensehen.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/weltensehen.wordpress.com/562/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/weltensehen.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/weltensehen.wordpress.com/562/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/weltensehen.wordpress.com/562/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/weltensehen.wordpress.com/562/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=562&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kapstadt</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 13:36:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weltensehen</dc:creator>
				<category><![CDATA[2,2 Suedafrika]]></category>

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		<description><![CDATA[5.1. (Stanislaus) Es ist mir noch nie so schwer gefallen, eine Entgiftung zu machen wie im Kongo. Du darfst ja keinen Zucker essen, keine Schokolade, keine tierischen Produkte, nur ganz reines Gemuese und Obst und Vollkornmehl. Das war so schwer zu kriegen, also da im Kongo das war die teuerste Detox meines Lebens. Aufgeregt berichtet [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=556&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1110403.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1110403.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p1110403" title="k1024_p1110403" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-557" /></a>5.1.<br />
(Stanislaus) Es ist mir noch nie so schwer gefallen, eine Entgiftung zu machen wie im Kongo. Du darfst ja keinen Zucker essen, keine Schokolade, keine tierischen Produkte, nur ganz reines Gemuese und Obst und Vollkornmehl. Das war so schwer zu kriegen, also da im Kongo das war die teuerste Detox meines Lebens.</p>
<p>Aufgeregt berichtet die junge Deutsche aus dem Kongo, ihr zentrales Augenmerk stets auf ihre Entschlackung gerichtet. Mitfuehlend begleitet werden ihre Ausfuehrungen von einem Schweizer Journalisten in Auszeit, der sich die Buendchen seiner Socken aufgeschnitten hat, damit sie nicht spannen. Er wie auch seine Begleiterin, eine frisch geschiedene spirituelle Franzoesin um die 50 mit goldenem BMW, tragen das T-Shirt ihres Zen Meisters: Find peace in you and there will be peace in the world. Die Runde wird ergaenzt von einer wohlhabenden indischen Suedafrikanerin, die ihre Angestellten ganz toll behandelt. Jetzt z.B. ist sie mit ihrer schwarzen Maid aus Johannesburg gekommen, die Maid ist 65 und durfte zum ersten Mal fliegen, sie sitzt mit am Tisch, wird aber beflissentlich uebersehen, niemand kuemmert sich um sie, als ich sie anspreche, verschluckt sie sich vor Schreck am alten Gouda.<br />
Eingeladen hat ein pensionierter Bassbariton, dessen grossen Zehen ueber die zweiten gewachsen sind, es sieht ein bisschen aus wie 30 Jahre in Lackschuhen, die Schoenheit erzwungen, doch jetzt sind Schlappen angesagt, kombiniert mit Wiener Charme aus alten Tagen und einem tuerkisenem Shirt aus dem Krueger Nationalpark. In Oranjezicht, einem teuren Viertel mit Blick auf Tafelberg hinten und Hafen vorne, huetet er das Haus zweiter alter Maenner auf Argentinentrip, schwere Moebel, dunkle Vorhaenge und 12.000 Buecher und aus staubigen Glaesern trinken wir kuehlen Weisswein, waehrend mal wieder die Sonne untergeht.</p>
<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1110416.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1110416.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p1110416" title="k1024_p1110416" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-558" /></a>Mein Fräulein! sein Sie munter,<br />
Das ist ein altes Stück;<br />
Hier vorne geht sie unter<br />
und kehrt von hinten zurück.</p>
<p>Alle reden vor sich hin, alle wollen was sagen, niemand will was zuhoeren und so trinken wir uns auf parallelen Spuren durch den Abend.</p>
<p>Suedafrika eigne sich als letzte Station vor der Heimreise hatten wir gedacht, als  Verbindungsglied zwischen Afrika und Europa, zwischen Pothole und Autobahn. Nun haben wir einen Kulturschock, denn in den inneren Bezirken ist Cape Town weiss, reich, westlich und es ist ganz egal, ob ich in Muenchen auf den Eisbach schaue oder hier an den Strand, die Surfer sind die gleichen. Die V&amp;A Waterfront, der alte Hafen, ein Disneyland mit Malls und Rummel, Shark-diving, Heli-flying, Whale-watching. Fast bin ich froh, dass es uns schon hier erwischt, der ganze Ueberfluss, der Quatsch. Wir muessen Wasser kaufen, doch hier gibts keine Buden sondern einen Supermarkt, wir wollen beide nicht rein, einer muss, und als ich nach 20 Minuten wieder rauskomme, fragt mich Katrin, warum es so gedauert hat. Ich weiss nicht, ich musste mich zurechtfinden in den Fluren, ueberall lagen Lebensmittel in Bergen herum, ich musste stehenbleiben, mich orientieren, entscheiden ziwschen 20 Sorten Wasser, lass&#8217; uns in unser Zimmer gehen und Pause machen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/weltensehen.wordpress.com/556/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/weltensehen.wordpress.com/556/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/weltensehen.wordpress.com/556/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/weltensehen.wordpress.com/556/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/weltensehen.wordpress.com/556/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/weltensehen.wordpress.com/556/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/weltensehen.wordpress.com/556/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/weltensehen.wordpress.com/556/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/weltensehen.wordpress.com/556/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/weltensehen.wordpress.com/556/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/weltensehen.wordpress.com/556/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/weltensehen.wordpress.com/556/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/weltensehen.wordpress.com/556/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/weltensehen.wordpress.com/556/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=556&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Lagos</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jan 2009 13:34:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weltensehen</dc:creator>
				<category><![CDATA[2,1 Nigeria]]></category>

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		<description><![CDATA[31.12.-2.1.2009 (Katrin) Im Dunst taucht die groesste Stadt des Kontinents auf, offizielle Zahlen sprechen von 14 Millionen Einwohnern, inoffizielle behaupten, die Stadt sei bereits auf das Doppelte gewachsen. Am Domestic-Airport stuermen dutzende Taxifahrer auf uns zu, heften sich an unsere Fersen und quatschen, was das Zeug haelt. Wir sind froh, dass wir uns bereits einen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=552&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1100750.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1100750.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p1100750" title="k1024_p1100750" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-553" /></a>31.12.-2.1.2009<br />
(Katrin) Im Dunst taucht die groesste Stadt des Kontinents auf, offizielle Zahlen sprechen von 14 Millionen Einwohnern, inoffizielle behaupten, die Stadt sei bereits auf das Doppelte gewachsen. Am Domestic-Airport stuermen dutzende Taxifahrer auf uns zu, heften sich an unsere Fersen und quatschen, was das Zeug haelt. Wir sind froh, dass wir uns bereits einen Fahrer organisiert haben, gilt Lagos doch als eine der gefaehrlichsten Staedte der Welt, niemand faehrt in diese Stadt, wenn er nicht Business zu tun hat, das Deutsche Auswaertige Amt raet von einer Reise ab. Unser Fahrer laesst allerdings erstmal eineinhalb Stunden auf sich warten, excuse me, der traffic, you know?! My name is easy life.</p>
<p>Wir verbringen den Silvesterabend auf einer trostlosen Party neben unserem Hotel. Sie hat ausschliesslich truebsinnig dreinblickende Maenner angelockt, die auf Handys herumdruecken und zum Whisky aus der Literflasche Fisch aus der Alufolio pulen. An ein Verlassen des Gelaendes bei Einbruch der Dunkelheit ist nicht zu denken, das Licht in unserem Zimmer noch nicht fertig montiert und deshalb gehen wir nach einer kuehlen Dusche, bei der uns die Armaturen in die Wanne plumpsen, um neun ins Bett und schlafen ins Neue Jahr. </p>
<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1100796.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1100796.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p1100796" title="k1024_p1100796" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-554" /></a>Eine Fahrt durch die aelteren Viertel der  Stadt im Neuen Jahr zeigt ein noch trostloseres Gesicht. Verstopfte, manchmal loecherige Highways fuehren durch Strassenfluchten groesstenteils zweistoeckige Gebaeude, durch Elendsviertel auf Stelzen in der Lagune vorbei, deren beissende Luft uns die Lungen aetzt. In verfallenden Stadtvierteln schieben sich die Menschen an den selbstgebauten Holzstaenden vorbei, fast ueberall gilt Aussteigen als gefaehrlich, aber wir wollen ja sowieso nicht. Nicht einmal das Botschaftsviertel auf Victoria Island, dessen Beschreibung im Lonely Planet annaehernd auf das Flair einer Grossstadt schliessen liess, ist modern oder elegant, hohe Zaeune, Stacheldraht, Kameras, Polizei. Das Goetheinstitut gammelt vor sich hin, sein Parkplatz heisst euphemistisch &#8222;Goethepark&#8220;. Eine frustrierende Stadt. Unter einer Bruecke halten wir zum Fotografieren an den Schnapsstaenden, steigen aus und werden sofort selbst von Polizisten um Geld angegangen: &#8222;Happy New Year! Give me money!&#8220; Unser Taxifahrer ist souveraen und laesst sich auch dann nicht aus der Ruhe bringen als eine Gang das Tor am Ende einer Strasse schliesst und fuer die Durchfahrt Geld fordert: Die Tueren bleiben verriegelt, durch einen Fensterspalt wird verhandelt.</p>
<p>Auf dem Weg zum Flughafen halten wir zur Verwunderung unserers Taxifahrers noch einmal fuer das koestlich gegrillte Fleisch &#8216;Soya&#8217; am Rande der Strasse an, kurz vor Abflug faellt uns zu Ehren noch einmal komplett der Strom aus, sind alle Wartehallen und Geschaefte, die Cafes und Dutyfree-Shops ein letztes Mal ins Dunkel getaucht.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/weltensehen.wordpress.com/552/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/weltensehen.wordpress.com/552/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/weltensehen.wordpress.com/552/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/weltensehen.wordpress.com/552/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/weltensehen.wordpress.com/552/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/weltensehen.wordpress.com/552/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/weltensehen.wordpress.com/552/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/weltensehen.wordpress.com/552/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/weltensehen.wordpress.com/552/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/weltensehen.wordpress.com/552/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/weltensehen.wordpress.com/552/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/weltensehen.wordpress.com/552/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/weltensehen.wordpress.com/552/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/weltensehen.wordpress.com/552/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=552&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Jos</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 04:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weltensehen</dc:creator>
				<category><![CDATA[2,1 Nigeria]]></category>

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		<description><![CDATA[28.-31.12. (Katrin) Wir nehmen Abschied von Mubi, fahren fast zehn Stunden mit Jan im Auto die 600 Kilometer nach Jos. Von 19 bis 6 Uhr herrscht in der Stadt absolute Ausgangssperre: Nur einen Tag nach dem Terror in Bombay waren Ende November bei Unruhen nach Wahlen offiziell 500, die Missionare schaetzen aber eher 1000 Menschen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=548&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p11003423.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p11003423.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p11003423" title="k1024_p11003423" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-549" /></a>28.-31.12.<br />
(Katrin) Wir nehmen Abschied von Mubi, fahren fast zehn Stunden mit Jan im Auto die 600 Kilometer nach Jos. Von 19 bis 6 Uhr herrscht in der Stadt absolute Ausgangssperre: Nur einen Tag nach dem Terror in Bombay waren Ende November bei Unruhen nach Wahlen offiziell 500, die Missionare schaetzen aber eher 1000 Menschen umgekommen. In Nigeria leben 140 Millionen Menschen, etwa zu gleichen Teilen Christen und Muslime, genau weiss das niemand. Das Maechteverhaeltnis sind labil und schnell wirft die eine religioese Gruppe der anderen Wahlfaelschung oder Gewalt vor. Mehr als ein Dutzend Moscheen und Kirchen wurden niedergebrannt, die Leichen wegen der Seuchengefahr erst in den Gebetsstaetten gestapelt, dann schnell beerdigt, noch immer suchen Angehoerige nach Vermissten, die sie nicht mehr finden werden. Die Welt hat das Massaker kaum registiert und auch wenn die Zeitungen titeln, die Anfuehrer wuerden gesucht und gerichtet, so scheint das doch unwahscheinlich, denn jeder erzaehlt eine andere Geschichte vom Ausbruch des Mordens und seinen Verursachern.</p>
<p>Wir nehmen Quartier in der Missionsstation eines weniger betroffenen Viertels, fahren im Auto ein paar Strassenzuege entlang, an welchen selbst vier Wochen nach der Krise, wie man sie hier nennt, hunderte verbrannter Autos, Busse, LKWs stehen. Ein Gebrauchtwagenhaendler fuer Feuerwehrautos hat seinen gesamten Fuhrpark verloren, ausgebrannt und verloren stehen die Ruinen hinter der Mauer des Parkplatzes. Wie so oft nehmen wir nur die aeusserliche Seite der Katastrophe war, von den einzelnen Schicksalen hoeren wir wenig: Der Sohn der Hausalehrerin ist seit der Krise verschollen, der Vater mit den Kindern wollte noch jemanden suchen, eine Freundin wird vermisst, der befreundete Kollege ist nicht zur Arbeit zurueckgekehrt. Die Stadt traegt Trauer und lebt doch geschaeftig weiter. Am Stadtrand lagert das Militaer, es kontrolliert die Stadt, in sechs Wochen soll es abziehen: Wir haben alles im Griff, sagen die Soldaten, es ist wieder ruhig, doch niemand weiss wie lange.</p>
<p>Am letzten Tag des Jahres nehmen wir Abschied von Jan. Der Flughafen von Jos ist winzig, einmal am Tag geht eine Maschine nach Lagos und zurueck, in der Regel mit zwei bis drei Stunden Verspaetung. Wir laufen im letzten staubigen Licht der Subsahara ueber die Rollbahn. Ein Flughafenarbeiter in leuchtend gelber Jacke will unbedingt ein gemeinsames Foto, andere gesellen sich dazu, es dauert ein bisschen. Irgendwann reicht es dem rumaenischen Kapitaen, koennen wir dann vielleicht abfliegen bitte? ruft er aus dem Cockpitfenster. Fuenf Minuten spaeter sehen wir unter uns die Berge und Felder, in der Ferne die Stadt, weit weit dahinter wissen wir unsere Freunde. Es ist ein langer Weg nach Mubi, es ist fast das Ende der Welt fuer einen, der aus Europa kommt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/weltensehen.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/weltensehen.wordpress.com/548/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/weltensehen.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/weltensehen.wordpress.com/548/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/weltensehen.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/weltensehen.wordpress.com/548/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/weltensehen.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/weltensehen.wordpress.com/548/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/weltensehen.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/weltensehen.wordpress.com/548/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/weltensehen.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/weltensehen.wordpress.com/548/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/weltensehen.wordpress.com/548/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/weltensehen.wordpress.com/548/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=548&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Im Koenigreich</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 03:12:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[26.12. (Katrin) Der naechste Morgen fuehrt uns ins einige Autostunden entfernte Koenigreich Sukur, einziges UNESCO-Weltkulutrerbe Nigerias. Ein ramponiertes Tor neben der Hauptstrasse laesst uns ein, nach 20 Minuten Staubpiste finden wir den Dorfchef, der uns den Namen des Fuehrers nennt, der wiederum eine Ortschaft weiter wohnt. Auf steinigem Pfad stapft er uns durch eine karge [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=540&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1090613.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1090613.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p1090613" title="k1024_p1090613" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-541" /></a>26.12.<br />
(Katrin) Der naechste Morgen fuehrt uns ins einige Autostunden entfernte Koenigreich Sukur, einziges UNESCO-Weltkulutrerbe Nigerias. Ein ramponiertes Tor neben der Hauptstrasse laesst uns ein, nach 20 Minuten Staubpiste finden wir den Dorfchef, der uns den Namen des Fuehrers nennt, der wiederum eine Ortschaft weiter wohnt. Auf steinigem Pfad stapft er uns durch eine karge Landschaft schmaler Terassen voran, auf denen vertrocknete Hirsestengel stehen. Der Anstieg ist steil, die Sonne macht ihn steiler, der Blick in die Ferne wird vom Harmattan vernebelt. Nach anderthalb Stunden erreichen wir das Dorf, wo uns der Dorfkoenig in Badeschlappen und in zerrissenden Kleidern schlurfend entgegentritt, im Schatten eine kurze Audienz gewaehrt, die formelhaft von Reden unserer Fuehrers eingemurmelt wird. Wir betreten schliesslich das Palastgebiet des Koenigs, das sich in seiner Bauweise &#8211; runde Lehmhuetten mit Strohdach und begrenzenden Steinmauern &#8211; kaum von den uebrigen Huetten unterscheidet. Ein heiliger Stein, der nicht beruehrt werden darf, ein Tor, durch das der Koenig nach seiner Initiation hinein und erst nach seinem Tod wieder hinaustreten darf, die runde Initiationshuette. Auf dem Platz fuer die Taenze eine Horde Kinder, Fliegen im Gesicht, befremdete, scheue, ausweichende Gesichter, wer sich traut, beruehrt unsere weissen Haende, als wir gehen, winken sie lange &#8211; bis wir nicht mehr zu sehen sind.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/weltensehen.wordpress.com/540/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/weltensehen.wordpress.com/540/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/weltensehen.wordpress.com/540/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/weltensehen.wordpress.com/540/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/weltensehen.wordpress.com/540/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/weltensehen.wordpress.com/540/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/weltensehen.wordpress.com/540/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/weltensehen.wordpress.com/540/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/weltensehen.wordpress.com/540/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/weltensehen.wordpress.com/540/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/weltensehen.wordpress.com/540/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/weltensehen.wordpress.com/540/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/weltensehen.wordpress.com/540/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/weltensehen.wordpress.com/540/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=540&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Muchalla</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 03:08:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[25.12. (Katrin) Ueber Pisten und durch eine Furt fahren wir am ersten Feiertag nach Muchallah zum Weihnachtsgottesdienst. Das Heimatdorf von Daniel, der das Programm leitet, fuer das unsere Freunde arbeiten, liegt abseits am Fuss der Berge, wo die Landschaft gruen und fruchtbar wird. Wir muessen bei den Dorfaeltesten auf Plastikstuehlen vorne in der Kirche sitzen, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=535&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1090342.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p1090342.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p1090342" title="k1024_p1090342" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-537" /></a>25.12.<br />
(Katrin) Ueber Pisten und durch eine Furt fahren wir am ersten Feiertag nach Muchallah zum Weihnachtsgottesdienst. Das Heimatdorf von Daniel, der das Programm leitet, fuer das unsere Freunde arbeiten, liegt abseits am Fuss der Berge, wo die Landschaft gruen und fruchtbar wird. Wir muessen bei den Dorfaeltesten auf Plastikstuehlen vorne in der Kirche sitzen, die Band droehnt, dass wir uns Klopapier in die Ohren stopfen, der Gottesdienst ist eine einzige Party aus Tanzen, Stampfen, Trommeln, einer gebruellten Predigt und einem Weihnachtssketch auf Hausa: Es geht um die gottlose Jugend. Die Kinder unserer Freunde geben uns Gelegenheit, ab und zu den Raum zu verlassen, vor der Kirche lungern an die 50 Jugendliche mit ihren Motorraedern, alte Maenner sitzen im Schatten verstaubter Niembaeume, Muetter mit ihren Babies auf dem Ruecken stehen tanzend in einer Schlange vor dem Haupteingang, ueberall Gewusel und Geplapper, aus der Kirche plaerrt die Musik. Wir werden bestaunt, beguckt, begafft, nach mehr als drei Stunden ist der Gottesdienst ploetzlich aus, die Leute stroemen aus der Kirche, wir haben das Ende gar nicht mitbekommen.</p>
<p>Unter grossen Baeumen essen wir als Ehrengaeste von Plastiktellern Reis mit Sosse, fahren zu Tomatenfeldern und Zuckerrohrplantagen. Der alte Peugeot 405 hat drei Sitzbaenke, das reicht fuer 11 Leute und Gepaeck, hinten sitzen wir genau auf der Achse quasi im Kofferraum. Bei jeder Bodenwelle huepfen wir an die Decke, das frisch geschlagene Zuckerrohr klappert und die Tomaten kullern durch die Gegend. Beim Gasgeben stinkts furchtbar nach Benzin, doch der Charme des Autos ueberwiegt. Geraedert steigen wir am Abend aus, wieder eine neue Welt kennen gelernt, eine Tuer ist endgueltig verklemmt, wir quetschen uns alle auf der anderen Seite aus dem Wagen. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/weltensehen.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/weltensehen.wordpress.com/535/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/weltensehen.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/weltensehen.wordpress.com/535/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/weltensehen.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/weltensehen.wordpress.com/535/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/weltensehen.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/weltensehen.wordpress.com/535/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/weltensehen.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/weltensehen.wordpress.com/535/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/weltensehen.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/weltensehen.wordpress.com/535/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/weltensehen.wordpress.com/535/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/weltensehen.wordpress.com/535/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=535&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Weihnachten</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 19:44:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weltensehen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weihnachten 24.12. (Katrin und Stanislaus) Die Kuh liegt im Blut. Tagelang war sie ueber das Gelaende gelaufen, hatte Jans Anpflanzungen abgefressen, Streit ausgeloest und war davon doch nicht fetter geworden. Nun liegt sie, in der Mitte zerteilt auf einer aus Plastiksaecken zusammengenaehten Unterlage im Waeldchen und wird von zwei Metzgern mit Aexten und Messern zerlegt. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=506&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weihnachten<br />
24.12.<br />
<a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p10900651.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p10900651.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p10900651" title="k1024_p10900651" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-513" /></a>(Katrin und Stanislaus) Die Kuh liegt im Blut. Tagelang war sie ueber das Gelaende gelaufen, hatte Jans Anpflanzungen abgefressen, Streit ausgeloest und war davon doch nicht fetter geworden. Nun liegt sie, in der Mitte zerteilt auf einer aus Plastiksaecken zusammengenaehten Unterlage im Waeldchen und wird von zwei Metzgern mit Aexten und Messern zerlegt. Ich staune, wie riesig der Kuhmagen ist, den ein Mann kaum herausheben kann und dessen Inhalt sicher noch fuer viele Tage den Hunger haette stillen koennen. Um die Kuh herum stehen ihre Besitzer und die Kinder des Compounds und feixen, am Ende gibt es fuer die neun Parteien, die sich das Tier zum Fest anschafften, je ein Haufen:  Alles, Haut und Hufe, Gedaerme und Druesen, selbst die Augen werden gerecht verteilt und in mitgebrachten Plastiksaecken nach Hause getragen. Alles was uebrigbleibt sind die Hoerner, verbunden mit einem kleinen Stueck Stirnplatte. Mitten in die Verteilung platzt der Fahrer, wir muessen sofort aufbrechen, es gebe Diesel in der Stadt und er sei billig. Mit dem 35 Jahre alten Peugeot brechen wir auf, 500 Liter Diesel kaufen wir, dass genuegt, um den Generator fuer ein paar Monate abends laufen zu lassen. Als wir am Nachmittag in die Stadt sehen, sind die Schlangen vor den Zapfsaeulen lang, der Sprit ist aus.</p>
<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p10806481.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p10806481.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p10806481" title="k1024_p10806481" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-516" /></a>Wir schmuecken am Nachmittag einen abgehackten Strauch mit Sternen aus Butterpapier, weil es kein schoenes Papier zu kaufen gibt, backen Plaetzchen mit aus Kamerun importierter Butter und pfropfen Kerzen auf leere Malzbierflaschen, denn Alkohol ist auf dem Compound der Kirche strikt verboten. Einen Weihnachtswein aus Kamerun schmuggeln wir natuerlich ein, Stanislaus baut im leeren Kamin eine Krippe aus Steinen und Graesern, ein Weihnachtszimmer entsteht hinter der hochgestellten Matratze, hinter der die Kinder erst quengelnd, dann neugierig warten und zu spicken versuchen. Der Weihnachtsbraten ist eine Ente, die zuvor den Garten bewohnte, wir singen lang, lesen die Weihnachtsgeschichte und packen ein paar Geschenke aus. </p>
<p>Abends in der Christmette ist unter den 1000 Menschen nur noch ein anderer weiss: Jesus am Kreuz. Der Gottesdienst ist langatmig wie so oft in Nigeria, Ankuendigungen dauern bis zu einer Stunde, wir koennen nichts mitbeten oder mitsingen, auf der Empore quasseln die Jugendlichen lauthals, in kurzen Pausen stroemen immer mehr Menschen nach und so wir verlassen die Kirche nach einer Dreiviertelstunde in die staubige Sternennacht.</p>
<p>Es war ein merkwuerdiger und doch schoener Tag, an dem wir europaeische Traditionen gepflegt haben und einen verschneiten Weihnachsabend in die staubige Waerme Afrikas getragen haben.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/weltensehen.wordpress.com/506/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/weltensehen.wordpress.com/506/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/weltensehen.wordpress.com/506/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/weltensehen.wordpress.com/506/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/weltensehen.wordpress.com/506/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/weltensehen.wordpress.com/506/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/weltensehen.wordpress.com/506/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/weltensehen.wordpress.com/506/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/weltensehen.wordpress.com/506/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/weltensehen.wordpress.com/506/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/weltensehen.wordpress.com/506/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/weltensehen.wordpress.com/506/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/weltensehen.wordpress.com/506/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/weltensehen.wordpress.com/506/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=506&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Fremd ist alles: Mubi</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 19:42:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weltensehen</dc:creator>
				<category><![CDATA[2,1 Nigeria]]></category>

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		<description><![CDATA[Mubi 18.-28.12. (Katrin und Stanislaus) Afrika ist mir nach vier Wochen noch so fremd wie zu Beginn, nein, es ist mir fremder. Die Bilder kannte ich alle: Jeeps auf Buckelpisten, unterernaehrte Kinder mit grossen Baeuchen und Fliegen, die in den Augenwinkeln die Traenenflussigkeit trinken. Mechaniker, die am Strassenrand gesprungene Windschutzscheiben naehen oder Reifenprofile nachschnitzen. Ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=500&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mubi<br />
18.-28.12.<br />
<a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p10900071.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p10900071.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p10900071" title="k1024_p10900071" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-523" /></a>(Katrin und Stanislaus) Afrika ist mir nach vier Wochen noch so fremd wie zu Beginn, nein, es ist mir fremder. Die Bilder kannte ich alle: Jeeps auf Buckelpisten, unterernaehrte Kinder mit grossen Baeuchen und Fliegen, die  in den Augenwinkeln die Traenenflussigkeit trinken. Mechaniker, die am Strassenrand gesprungene Windschutzscheiben naehen oder Reifenprofile nachschnitzen. Ich hatte Chinua Achebe und Henning Mankell gelesen und in den Zeitungen von jenen monstroesen Projekten der Big Man, die ihre Laender aus einer Hoteletage in der Schweiz zu Grunde regieren und nebenher eine Kopie des Petersdoms in die Wueste stellen. Mir war auch klar, dass das Lesen die Erfahrung nicht ersetzen kann, sonst haetten wir diese Reise nicht begonnen.</p>
<p>Zehn Tage haben wir bei unseren Freunden in Mubi verbracht, fast alle in der Stadt selbst, kaum unterbrochen von Ausfluegen. Von einem Standpunkt aus haben wir einen Ort kennengelernt und beobachtet und hingehoert. Vieles hat sich verdichtet zu einem immer unverstaendlicheren, konfusen Knaeuel aus sich der Logik entziehenden Faeden. Anderes, die Armut, hat uns erst getroffen und dann haben wir sie kaum noch wahrgenommen, weil es fast nichts anderes gibt. Wenn ich eine Reportage las, dann wurde meistens ueber einen Aspekt geschrieben und nun sind wir hier und werden ergriffen von so vielen Facetten des Lebens, dass wir ueberrollt werden. </p>
<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p10908771.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p10908771.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p10908771" title="k1024_p10908771" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-522" /></a>Es beginnt bereits mit unserer Ankunft, fuenf Wochen waren die Freunde auf Reisen gewesen, doch bald schon liegen die Nerven blank. Die Waschmaschine laeuft nicht, weil der Generator nicht richtig geht, der Wassertank auf dem Dach des Schuppens laueft ueber und ueberschwemmt die Geraete, am Abend stellen wir fest, dass die Solarbatterie, letzter und oft benoetigter Rueckhalt, kaum noch Leistung bringt. Das Licht faengt an zu blinken und verlischt, wir sitzen im Dunklen, zuenden Kerzen an, gehen schlafen. Auf den staatlichen Stromanbieter Nepa ist hier kein Verlass, gelegentlich blitzen die Indikatorlampen auf und verloeschen wieder. Weil die Spannung meist viel zu gering ist, geht das Licht aus, wenn wir den Kuehlschrank anmachen. Manche Leute schliessen zwei Phasen zusammen, damit aus zweimal 60 Volt wenigstens 120 werden. Das geht nur gut bis der Stromanbieter ploetzlich die richtigen 220 Volt zusammenbringt. Gluecklich, wer dann nur Gluehbirnen betreibt, die einfach durchbrennen oder einen Regulator besitzt. Bis zu acht Tagen am Stueck ist hier schon der Strom ausgefallen, schwierig, wenn die Arbeit fuer die Kirche darin besteht, am Computer Lehrmaterialien und Buecher zu schreiben. Gibt es nachts um drei Uhr Stromeinfall steht der Programmleiter auf und schmeisst den Drucker an. Nepa bedeute &#8216;Never expect power again&#8217; sagen die Leute hier dazu und lachen dabei. Vor kurzer Zeit hat sie sich in PHCN umbenannt, aber auch da liess eine neue Bedeutung nicht auf sich warten: &#8216;Please hold candle near!&#8217;</p>
<p>Der Morgen bringt neue Freuden, denn die von mehreren Familien gemeinsam gekaufte Kuh, die den Weihnachtsbraten liefern soll, ist nicht angebunden und frisst die Setzlinge der Mangobaeume, waehrend die Truthaehne in das Basilikum pissen. Immerhin sind die Steine an der Einfahrt schoen weiss angemalt worden, damit man sie im Dunkeln besser sieht, denn die gesamte Nachtbeleuchtung auf dem Gelaende ist durchgebrannt.</p>
<p>Leider gibt es bei der Bank tagelang kein Geld, das Computersystem geht nicht, der Drucker streikt, der Zustaendige ist nicht da. Unsere Neira gehen zur Neige und so tauschen wir auf dem Schwarzmarkt irgendwo in einer Holzbude in einer Marktstrasse zwischen Saecken mit Mehl, Hirse und billigen chinesischen Taschenlampen unsere letzten Dollar. Fuer einen grossen Schein gibt es einen besseren Kurs als fuer die Kleinen, selbst 100 Mark werden uns noch gewechselt, in umgerechnet 20 Euro. Wir staunen, wieviele dicke Buendel mit Nairascheinen der scheinbar arme Mann aus irgendeinem Winkel in der Huette zieht.</p>
<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p10807241.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2009/01/k1024_p10807241.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p10807241" title="k1024_p10807241" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-524" /></a>Praktisch nichts im alltaeglichen Leben funktioniert richtig, voellig unabhaengig davon, ob es in der Verantwortung des Staats, der Industrie, der Kirchen oder jedes Einzelnen liegt. Da werden Strassen bezahlt aber nicht gebaut, neu errichtete Kirchendaecher stuerzen ein und Schlangenbisse werden erst behandelt, wenn das Serum bezahlt ist. Weder Strom- noch Wasserversorgung funktonieren ansatzweise, die Strassen sind miserabel und den Krankenhaeusern fehlt es am Noetigsten. Vieles mag an der Korruption liegen, an der ungeheuren Bereicherung einiger, denn Nigeria ist einer der groessten Erdoelproduzenten weltweit und wohin das Geld fliesst, mag keiner sagen. Doch auch im Kleinen finden wir oft wenig Verantwortung fuer die Gemeinschaft. Eine Erklaerung ist, dass jeder nach seinen Mitteln Familie und Anhang unterstuetzt und alimentiert. Auch dann, wenn er weit entfernt wohnt, fliessen Geld und Aufmerksamkeint dorthin. Auch die Zerstoerung von Traditionen durch Kolonisation, Mission und Unabhaengigkeit, Vermischung der Ethnien, religioese Spannungsfelder zwischen Islam, Christentum und Animismus spielen sicher eine Rolle. Kein Land gewaehrt in wenigen Wochen einen tiefen Einblick, aber nirgendwo blieben wir so auf der Oberflaeche haften wie hier. Wir sehen die Phaenomene, aber wir finden keine auch nur halbwegs stringente Erklaerung.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/weltensehen.wordpress.com/500/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/weltensehen.wordpress.com/500/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/weltensehen.wordpress.com/500/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/weltensehen.wordpress.com/500/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/weltensehen.wordpress.com/500/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/weltensehen.wordpress.com/500/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/weltensehen.wordpress.com/500/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/weltensehen.wordpress.com/500/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/weltensehen.wordpress.com/500/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/weltensehen.wordpress.com/500/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/weltensehen.wordpress.com/500/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/weltensehen.wordpress.com/500/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/weltensehen.wordpress.com/500/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/weltensehen.wordpress.com/500/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=500&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Landweg nach Nigeria</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Dec 2008 15:52:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>weltensehen</dc:creator>
				<category><![CDATA[2,1 Nigeria]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2008/12/k1024_p10803341.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2008/12/k1024_p10803341.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p10803341" title="k1024_p10803341" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-493" /></a>18.12.<br />
(Katrin) Das Auto ist bis oben hin vollbepackt als wir in der Daemmerung den Compound der Baptisten in Maroua verlassen. Was noch an Luecken blieb, ist gefuellt mit Sachen, die es in Mubi/Nigeria nicht gibt: Butter, Puderzucker, Kaese. Noch ist es dunkel und kuehl, aber hinter den Huegeln geht im staubigen Morgenlicht bereits die Sonne auf. Obwohl wir die Teerpiste Richtung Norden schon kennen fahren wir an der richtigen Abzweigung vorbei: Kein Schild, nicht einmal die Strasse laesst erkennen, dass es hier zu einer grossen Stadt geht, in der es freilich keine Teerstrassen gibt und die Menschen mit ihren Ziegen, Huehnern und Kuehen in Lehmhuetten hinter Lehmmauern leben. Wir fragen uns durch zur Buckelpiste nach Banki, zum Grenzuebergang nach Nigeria. Nur 20 Kilometer sind es dorthin, fuer die wir mehr als 90 Minuten brauchen. Die Piste ist nicht von Schlagloechern uebersaeet, sie &#8222;ist&#8220; Schlagloch. Wir eiern und kurven durch den Sand, weichen auf parallele Spuren neben der &#8222;Strasse&#8220; aus, setzen auf. Immer wieder begegnen wir Lastern mit UN-Hilfslieferungen, die mit Kanistern beladen wie riesige Raupen kaum im Schritttempo durch die brennende Sonne kriechen: Die Strasse ist eine der Hauptverbindungen in den Tschad. Nicht allen Fahrern gelingt es, die Loecher erfolgreich zu durchfahren, umgekippte LKWs liegen ratlos bestaunt oder schon verlassen im niedrigen Gestraeuch der flachen Landschaft.</p>
<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2008/12/k1024_p1080361.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2008/12/k1024_p1080361.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p1080361" title="k1024_p1080361" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-492" /></a>Fuer die Ausreisestempel muessen wir zunaechst die Polizeistation finden. Dort laeuft laermend der Fernseher, in einer Ecke am Boden liegen im Halbdunkel mit Handschellen gefesselt reglos drei Maenner. Nach endlosen Formularen bekommen wir schliesslich die erforderlichen Stempel und das Formular fuers Auto. Abermals fragen wir uns durch. Nichts laesst darauf schliessen, wo es zum Grenzuebergang ins Nachbarland geht, die Wege sind ueberall gleich schlecht, von Menschen, Muell und Tieren gesaeumt. Schliesslich erreichen wir doch einen Schlagbaum, ein paar niedrige Betonbaracken mit herumlungernden Maennern und das Schild &#8222;Federal Republic of Nigeria&#8220;. Alle Daten werden hier mit der Hand uebertragen, von Polizisten, denen es kaum gelingt, unsere Paesse zu lesen: Wir helfen ihnen, buchstabieren vor, sind natuerlich einverstanden, dass wir alle aus Freiburg kommen und alle Lehrer sind, so muessen nur Haekchen gesetzt und keine neuen Worte abgemalt werden. Nur als der Posten mich fragt, was denn Magdalena beruflich mache, die mit ihren 2 Jahren neben uns steht, muss ich ihm doch erklaeren, was &#8222;Profession&#8220; eigentlich bedeutet. </p>
<p><a href="http://weltensehen.files.wordpress.com/2008/12/k1024_p1080368.jpg"><img src="http://weltensehen.files.wordpress.com/2008/12/k1024_p1080368.jpg?w=300&#038;h=225" alt="k1024_p1080368" title="k1024_p1080368" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-495" /></a>Unser einfaches Picknick essen wir in der Stadt, umringt von 50 Kindern, was sollen wir tun? Auf dem Land zu pausieren ist zu gefaehrlich, nach 5 Stunden Fahrt muessen wir mal aus dem Wagen. Da sitzen wir mit Toastbrot, Tomaten und einer halben Avokado und fuehlen uns wirklich ganz weit weg.</p>
<p>Kurz vor Einbruch der Dunkelheit, nach 11 Stunden Fahrt und 21 Polizeikontrollen erreichen wir Mubi, wo unsere Freunde seit einem Jahr wohnen. Wir haben uns nicht viel vorgestellt unter dieser Stadt mit 400.000 Einwohnern, finden aber noch weniger als das: Staub, Staub, Baracken, ein rotes Blechtor, wir fahren in den Compound, kommen an, fallen in die Betten, auf den Kopfkissen einen rotgelben Kreis hinterlassend, Sand aus der Sahara.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/weltensehen.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/weltensehen.wordpress.com/490/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/weltensehen.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/weltensehen.wordpress.com/490/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/weltensehen.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/weltensehen.wordpress.com/490/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/weltensehen.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/weltensehen.wordpress.com/490/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/weltensehen.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/weltensehen.wordpress.com/490/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/weltensehen.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/weltensehen.wordpress.com/490/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/weltensehen.wordpress.com/490/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/weltensehen.wordpress.com/490/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=weltensehen.wordpress.com&amp;blog=4258560&amp;post=490&amp;subd=weltensehen&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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